Ohrakupunktur 

 

Die Ohrakupunktur (Aurikulotherapie) ist ein Verfahren, bei dem bestimmte Bereiche des Ohres gezielt stimuliert werden. Grundlage ist die Annahme, dass sich Körperfunktionen in Form von Zonen am Ohr widerspiegeln.

Über die Stimulation dieser Zonen mit sehr feinen Nadeln oder kleinen Kügelchen werden Reize an das zentrale Nervensystem weitergeleitet. Ziel ist es, körpereigene Regulationsprozesse zu unterstützen, insbesondere im Bereich der Schmerzverarbeitung, der vegetativen Steuerung und der allgemeinen Spannungsregulation.

 

Die moderne Ohrakupunktur wurde in den 1950er-Jahren vom französischen Arzt Paul Nogier beschrieben.
In Deutschland wurde sie weiterentwickelt, unter anderem durch Jan Seeber (Balancierte Ohrakupunktur).

 

 

Ohrakupunktur wird ergänzend eingesetzt, unter anderem bei:

  • funktionellen Beschwerden des Bewegungsapparates

  • Spannungskopfschmerzen

  • stressbedingten Beschwerden

  • Schlafstörungen

  • innerer Unruhe und Erschöpfungszuständen

  • zur Unterstützung von Entspannungs- und Regulationsprozessen

Die Ohrakupunktur ersetzt keine ärztliche oder heilpraktische Diagnose oder Behandlung. Sie wird als begleitende Maßnahme eingesetzt. Es werden keine Heilversprechen abgegeben. Die Wirkung kann individuell unterschiedlich sein.